Modernes Arbeiten bei Google

 

In Sachen Smart Workplace kann keiner dem US-Großkonzern das Wasser reichen. Er gilt
für viele Unternehmen als Inspirationsquelle und Vorbild. In der IT-Branche wird Google als
attraktivster Arbeitgeber der befragten Informatik-Studenten, einer Umfrage von Universum
Student Survey,  genannt. Denn das ist kein Wunder, Google gilt als
eines der modernsten Unternehmen der Welt. Es zeichnet sich vor allem durch digitale
Lösungen, Innovation und zufriedene Mitarbeiter mit überdurchschnittlicher Work-LifeBalance aus.

 

Es dürften in Zukunft vor allem viele Arbeitgeber sein, die keine jungen, dynamischen
Mitarbeiter mit originellen Einfällen mehr finden, welche nicht bereit sind, ihrem Personal
einen Arbeitsplatz zu bieten, welcher der Neuzeit entspricht. Denn besonders qualifizierte
High-Performer verlieren schnell die nötige Motivation, wenn sie in ihrem Nine-To-Five-Job
durchgehend an ein und demselben kargen Schreibtisch sitzen müssen. Heutzutage haben
Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, Arbeitsplätze zu modernisieren und innovative
Konzepte, wie Homeoffice oder Remote Arbeit einzuführen. Aus dem Grund ist ein digitaler
Arbeitsplatz langfristig gesehen unverzichtbar für jedes Unternehmen. Google nimmt hier
bereits eine entscheidende Vorreiterrolle ein, an der sich gerade Millennials immer stärker
orientieren.

 

New Work Design fördert Kreativität

 

Einige innovative Unternehmen ziehen bereits mit, wenn es um modernes Arbeiten geht und
machen dem Internet-Riesen Konkurrenz. Sie haben mitbekommen, dass Google die besten
Leute auf dem Markt akquiriert, da sie mit Extravaganz und Transparenz kreative Köpfe und
schöpferisches Personal anziehen. Google bietet seinen Mitarbeitern viel Raum, wo
hingegen andere Firmen platzsparend ihre Angestellten in Großraumbüros unterbringen. Die
dort herrschende Konzentration an Menschenmassen schafft keine Konzentration der
Gedankengänge des einzelnen Mitarbeiters. Umfrageergebnisse der Studie vom FraunhoferInstitut
zeigen, dass eine flexible Arbeitsplatznutzung bei geringer Dichte besser ist, als eine feste
Arbeitsplatzzuweisung in dicht gedrängten Strukturen. Insbesondere die räumliche und zeitliche Autonomie
hat einen großen Einfluss auf die berufliche und private Zufriedenheit der Befragten. Wie das ganze optisch
dargestellt werden kann, zeigen diese Bilder.

 

Die Deutsche Telekom hat unter anderem schon mit tragbaren Ergometern, für eine Radtour
am Schreibtisch, einen modernen Arbeitsplatz kreiert. Unterschiedlichste Unternehmen
haben sich mittlerweile an das Modell ausgefallener Büroräume herangewagt und werden
hierbei immer einfallsreicher:

 

• Microsoft ermöglicht seinen Mitarbeitern, von zuhause aus im Homeoffice arbeiten zu
können. Hier ist nicht die Anwesenheit entscheidend, sondern, dass das Ziel erreicht
wird
• Unilever verfügt für die besonders intensive Entspannung in der Pause über einen
Entspannungsraum mit Liegen und Massagesesseln
• LOreal bietet schöne, mit Kunst verzierte Silent-Bereiche und bunte Lounges zum
herunterfahren vom Arbeitsalltag
• Adidas hat für seine Mitarbeiter ein 4000 Quadratmeter großes Fitnessstudio errichtet
• In einem Standort von BMW sind auf gigantischer Fläche Fabrik und Büro futuristisch
vereint. In Lissabon wurden über den normalen Work-Spaces riesige Netze an der
Decke befestigt, worauf man sich entspannt hinlegen oder setzen kann, um am
Laptop o.ä. mobilen Geräten entspannt zu arbeiten.

 

Freizeit und Produktivität gehen Hand in Hand

 

Alle wollen im neuen New Work Design erstrahlen. Je abenteuerlicher und wohnlicher die
Innenarchitektur, desto mehr Raum für Kreativität und innovative Ideen wird geschaffen. Die
Räume sind meist offen gestaltet, hell, gläsern und allgemein sehr schön anzusehen.
Mithilfe auffälliger Kunstelemente schaffen sie extravagantes Ambiente. Damit sich bei
Google jeder wohlfühlt und auch konzentriert seiner Arbeit widmen kann, gibt es
Themenräume um zwischendurch in andere Welten eintauchen zu können. Man kann hier
unter verschiedenen Raumvariationen wählen, wie:

 

• Hallenbad mit Bällebädern
• “Seegang”-Raum, mit Booten und schiefen Holzelementen ausgekleidet
• Businessclass wie in einem Flugzeug
• ein Tagesschau Studio
• große und kleine Work-Spaces
• Breakout-Zonen wie zum Beispiel Meditationsräume
• gemütliche Café-Ecken

 

All jene können natürlich auch als Besprechungsräume genutzt werden. Google
veröffentlichte 2017 ein ganz interessantes Video was den Google-Alltag in der modernen
Arbeitswelt zeigt: https://bit.ly/2P13pOu

 

 

Vom Innovator Google lernen

Zu einem Modern Workplace gehören mittlerweile Chefs, die sich sogar ausschließlich um
das Wohlergehen der Mitarbeiter kümmern. Es gibt umfangreiche Freizeitangebote, wie:

 

• große Sportveranstaltungen
• Fitnessstudios
• Billardtische
• Kegelbahnen
• Kicker
• Flipperautomat
• Dartscheiben
• Spielekonsolen

 

Google in Hamburg richtet Büros im Stil eines Freizeitparks ein, indem sich dann Spielplätze
mit beispielsweise:

 

• Kletterwänden
• Tischtennisplatten
• Hängematten

befinden. An Freitagen wird hier für Freibier gesorgt, falls der ein oder andere die
Arbeitswoche in Gesellschaft ausklingen lassen möchte.

 

Google in München hat ebenfalls specials zu bieten, wie:

 

• Musikraum mit Musikinstrumenten wie Schlagzeug oder Gitarre
• Surfbretter um Flusssurfen zu gehen
• Golflandschaften

 

was man sich unter Anderem in diesem Video genauer ansehen kann: https://bit.ly/2L70jYf

 

Voneinander lernen ist die Zukunft

 

Zusätzlich haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, sich gegenseitig bei Veranstaltungen etwas
beizubringen, indem sie Kurse vorbereiten, wie zum Beispiel Sprachweiterbildungen oder
einfach ihre handwerklichen Fähigkeiten weitergeben.

 

Mitarbeiter essen kostenlos

 

Die Mitarbeiter-Verpflegung ist bei Google kostenlos. Laut einer Mitarbeiterin von Google
wird abwechslungsreiches, regionales und liebevoll zubereitetes Essen angeboten. Für die
Leute, die es mittags weniger in die Kantine verschlägt, stehen Food Trucks auf dem
Campus bereit.

 

Mobile Geräte schaffen Flexibilität

 

Welches Unternehmen behauptet nicht gerne von sich, glückliche Mitarbeiter zu
beschäftigen. Bei Google stimmt es sogar. Durch ein umfangreiches Unterhaltungsangebot,
werden diese zu einem kreativeren Denken, vor allem zum Querdenken animiert. Es wird
dafür gesorgt, dass sie die Arbeit genießen und sich gut dabei fühlen. Hierfür werden auch
Ideen der Mitarbeiter gesammelt, was die Arbeitsplatzgestaltung angeht und natürlich auch
berücksichtigt. Ziel ist es, neue Talente zu entdecken, um Produktivität und Kommunikation
innerhalb der Belegschaft zu verbessern und die Motivation aufrecht zu erhalten.

 

Die Angestellten besitzen teilweise Laptops oder Handys, mit denen sie entspannt von
jedem Platz aus im Unternehmen arbeiten können. Zudem haben sie die Freiheit, sich
Termine flexibel einteilen zu können und müssen nicht nach Stechuhr Tag für Tag antreten.

 

In kahlen, unpersönlichen Großraumbüros schwindet nicht nur der Sauerstoff, sondern auch
die Konzentration. Lautstärke (gemessen wurden bis zu 70 Dezibel in Büros) aber auch
Viren breiten sich aus, was zur Folge hat, dass Mitarbeiter schneller krank werden. Was im
Übrigen eine Studie der Hochschule in Luzern einer Befragung in Büros belegte. Viele Faktoren
können hier eine entscheidende Rolle spielen. Zum Beispiel empfinden es viele als störend, mehrmals am Tag von
ihren Kollegen angesprochen zu werden, das tippen der Tastatur, auch Telefonate anderer mithören zu
müssen oder häufiges Vorbeilaufen während des Workflows, kann als störend empfunden
werden. Während es in Einzelbüros 9 % sind, beträgt der Anteil an Personen, die sich täglich
bis mehrmals täglich dadurch gestört fühlen, in Büros mit mehr als 50 Personen 68.5 %.
Ohne entsprechende Ruhe und ausreichend Distanz zum Nachbarn, kann keine große und
komplexe Idee entstehen.

 

Flache Hierarchien ermöglichen Kommunikation auf Augenhöhe

 

Interessant ist vor allem, dass Google Chefs nicht in abgeschotteten Büros auf höchster
Etage residieren, sondern sich irgendwo an unterschiedlichen Arbeitsplätzen und Orten
zwischen ihren Mitarbeitern befinden. Wichtig für eine flache Hierarchie und einer direkten
Vernetzung zum Mitarbeiter ist auch ein sogenanntes One-On-One-Meeting.

 

Hierbei bekommen beide Seiten die Möglichkeit in einem direkten Gespräch offene Fragen
zu klären, neue Ziele zu stecken, Wünsche zu äußern und die Motivation aufzufrischen. Die
Treffen dieser Gespräche sollen dann möglichst locker und in netter Umgebung stattfinden,
damit keiner Angst haben braucht, dass er zu einem steifen und strengen Gespräch
eingeladen wird, wie man es sich normalerweise vorstellt.

 

Fazitativ kann man sagen, dass es bei einem modernen Arbeitsplatz nicht mehr bloß darum
geht, bei der Arbeit routiniert und eher quantitativ das Tagesgeschäft abzuarbeiten. Vielmehr
dahingehend, mehr Qualität in den Arbeitsalltag zu bringen, ideenreich und mit möglichst
wenig Stress das Maximum an Produktivität zu erlangen. Förderlich ist auch, dass große
Kunden durch den inspirierenden Corporate Spirit einflussreicher Unternehmen beeinflusst
werden und sich natürlich mit solch salonfähigen Geschäftspartnern schmücken möchten.
Die einladende, für jeden zugängliche, moderne Außenerscheinung zieht Kunden magisch
an. Unternehmer denken und träumen heute viel größer als je zuvor, werden mutiger und
designtechnisch immer quirliger, was sie womöglich an der Spitze halten könne. Daher ist es
sinnvoll, sich ab und an umzuschauen und inspirieren zu lassen, um in der knallharten
Geschäftswelt nicht stehen zu bleiben. Innovationsgetriebene Internet-Riesen wie Google
entwickeln sich ständig weiter und es könnte sich eventuell für jedes Unternehmen lohnen,
sich hier und da von ihnen mitreißen zu lassen.

 

Gastbloggerin:

Anna Lena Stähle

 

 

 

QUELLEN
Im Text aufgeführt:
https://universumglobal.com/de/studentsurvey2019/
https://www.youtube.com/watch?v=j05NJpuv9RE
https://www.youtube.com/watch?v=AtXenNnejk4
https://bit.ly/2DryVQr

nicht im Text aufgeführt:

https://bit.ly/37Mifkz
https://orange.handelsblatt.com/artikel/52945
https://www.theguardian.com/careers/2016/feb/11/is-googles-model-of-the-creativeworkplace-the-future-of-the-office
https://www.karriere.de/arbeitsplatzgestaltung-auf-den-spuren-von-google/23048740.html
https://www.zeit.de/arbeit/2018-09/grossraumbuero-arbeitsbedingungen-einzelbueroarbeitsrecht-arbeitgeber
https://www.loginconsultants.com/de/news/alle/item/arbeit-4-0-chancen-fuer-unternehmenund-mitarbeiter
https://news.microsoft.com/de-de/videos/neues-arbeiten-im-microsoft-buero-in-stuttgart/
https://www.youtube.com/watch?v=H5cWSBv5xNE&t=168s
https://www.youtube.com/watch?v=H5cWSBv5xNE&t=336s

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